Tipp Nummer 4: Unterschiede bei Drehleitern mit Gelenk?

In der Regel haben Gelenkdrehleitern ein verkürzten Leitersatz mit vorgesetztem Gelenkteil. Daraus ergbit sich ein großer Vorteil in engen Gassen bei geringen Rettungshöhen.

Aufgrund des kurzen Leitersatzes darf der erforderliche Mindestabstand zum Gebäude geringer als bei Standarddrehleitern ohne Gelenk sein.

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Bild 1: Gelenkdrehleiter Magirus Baureihe Vario CC GL mit deutlich verkürzten Mindestabstand bei geringen Rettungshöhen. Eine Rettungshöhe vom 30 Metern wird mit dieser Bauausführung aber nicht erreicht, da der Leitersatz kürzer als bei einer Standarddrehleiter ist. Die tatsächliche maximal Rettungshöhe beträgt nur 27,7m mit Korb.

DLK GLT

Bild 2: Gelenkdrehleiter Magirus Baureihe CS GLT mit teleskopierbaren Gelenkteil. Eine maximale Rettungshöhe von 30m wird mit dieser Bauausführung wieder erreicht, aber auf Kosten der Ausladung. Aufgrund des hohen Gewichtes des Gelenkteils sind die erreichbaren Ausladungswerte geringer als beim Vorgängermodell.

DL-Wien

Bild 3: Gelenkdrehleiter Magirus neuerster Baureihe M32L-AS (Singelauszug). Bei dieser Bauausführung werden wieder 30 Meter Rettungshöhe erreicht, der erfoderliche Mindestabstand bei geringer Rettungshöhe ist aber wieder so groß wie bei einer Standarddrehleiter. Somit ist ein großer Vorteil von Gelenkdrehleitern bei dieser Bauausführung verlorengegangen. Wird das Gelenk eingesetzt, so ist ein wesentlich größerer Mindestabstand erforderlich, da die begrenzte Kinematik des Gelenkes ein weiteres Absenken des Gelenkteiles nicht zulässt.

DL kurzer Leitersatz

Bild 4: Die neuste Gelenkdrehleiter aus dem Hause Rosenbauer/Metz L32A-XS. Aufgrund der besonderen Kinematik des Gelenkes, ist der erforderliche Mindestabstand bei geringen Rettungshöhen wesentlich geringer als beim Mitbewerber. Bei dieser Bauausführung wird bei Korbbetrieb eine maximale Rettungshöhe von immerhin 29,7 m  erreicht.