Tipp Nummer 3: Einsatz von Hubrettungsfahrzeugen im Winter

...aus der Praxis für die Praxis!

Für den Einsatz von Hubrettungsfahrzeugen in der vierten Jahreszeit möchten wir hier ein paar Tipps geben:

1. Erste Probleme können schon im Herbst, ohne das Schnee gefallen ist, auftreten. Nicht "blind" in Laub- oder Schneehaufen abstützen! Hier können sich versteckt Schachtabdeckungen befinden. 

Zur Normbeladung gehört bei Hubrettungsfahrzeugen ein Spaten, der zur Prüfung genutzt werden kann. Dieses gilt auch für Schneehaufen und festgefahrene Schneedecken, hier sind Schaufeln denkbar unpraktisch.

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2. Die Fläche für die Abstützteller müssen Schnee- und Eisfrei sein, dieses kann mit dem mitgeführten Spaten realisiert werden.

3. In den Wintermonaten sollten abstumpfende Mittel zur Beladung von Hubrettungsfahrzeugen gehören. Hier sind Granulat, Kies und Streusalz gegeignete Hilfsmittel um die Einsatzstelle erreichen zu können und die Haftreibung zu erhöhen. 

4. Weitere Hilfsmittel können bei Drehleitern Radkeile, Eisschuhe (nur Fa. METZ) und bei Hubarbeitsbühnen Unterlegplatten mit einer Winterseite sein.

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Radkeile:
Radkeile werden normalerweise nicht hinter gelenkte Achsen gelegt. Bei METZ-Drehleitern ist aber trotzdem die Vorderachse auszuwählen, da die Hinterachse bei Leiterbetrieb ausgehoben wird.

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EISSCHUHE:                                                                     
Eisschuhe dürfen nicht auf längs- oder quergeneigen Standflächen eingesetzt werden -Siehe auch die Bedienungsanleitung der Fa. METZ.
 
UNTERLEGPLATTEN MIT WINTERSEITE:
Unterlegplatten der Fa. BRONTO SKYLIFT verfügen über eine sogenannte Winterseite auf der Schrauben hervorstehen. Dieses Seite kann im Wintereinsatz mit nach unten gerichteten Schraubenköpfen unter die Abstützungen gelegt werden.  

5. Bei Temperaturen unter Null sollte an der Einsatzstelle der Nebenantrieb eingelegt werden, auch wenn das Hubrettungsfahrzeug nicht eingesetzt wird. Eine, wenn auch geringe Ölerwärmung wird hiermit ermöglicht.

6. Mit der Abgabe von Löschmittel über den Hubrettungssatz bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, können zusätzliche Gefahren und Störungen entstehen. Der Hubrettungssatz kann durch Löschwasser vereisen, dieses kann zu Funktionsstörungen bis zum Ausfall des Hubrettungsfahrzeuges führen. Das vereisen von Leitersatz, Aufstiege und Podium birgt zusätzliche Absturzgefahren.

7. Möglichst sparsam mit Löschmittel umgehen, durch Löschmittel vereiste Verkehrswege mit abstumpfenden Mitteln abstreuen.    

 

...wir wünschen einen sicheren und unfallfreien Einsatz auch in den Wintermonaten!